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Kleine Anfrage zur Aufhebung des schulischen Brückenangebotes

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Der Nidwaldner Regierungsrat hat entschieden, im Zuge der Sparmassnahmen das schulische Brückenangebot aufzuheben. Mit einem Einfachen Auskunftsbegehren an den Regierungsrat weist CVP-Landrat Stefan Hurschler (Oberdorf) auf bislang unbeantwortete Fragen hin. Ziel ist es, für die Öffentlichkeit Klarheit zu schaffen. Zudem verlangt er mit einer Kleinen Anfrage Auskünfte zu weiteren Anpassungen der Brückenangebotsverordnung.

Am 18.11.2014 setzte der Regierungsrat die Nidwaldner Bevölkerung über seinen Entscheid, das schulische Brückenangebot aufzuheben, in Kenntnis. Fortan stehen den Schulabgänger-innen und Schulabgänger lediglich das kombinierte Brückenangebot (für durchschnittliche Schulleistungen) sowie das integrative Brückenangebot (für fremdsprachige Jugendliche) zur Verfügung. Gemäss Pressemitteilungen der Bildungsdirektion und gemäss Informations-broschüre des BWZ gibt es ab August 2015 nur kombinierte Angebote für Jugendliche mit knapp genügend bis durchschnittliche Schulleistungen. Dies steht allerdings in einem Widerspruch zur Brückenangebotsverordnung. Diese hält fest, dass das kombinierte Brückenangebot sich an Jugendliche mit mindestens genügenden schulischen Leistungen richtet, was Jugendliche mit guten schulischen Leistungen einschliesst. Ferner hat auch der Regierungsrat in seiner Medienmitteilung vom 18.11.2014 in Aussicht gestellt, bei Bedarf die Lancierung einer zusätzlichen Klasse im kombinierten Brückenangebot zu prüfen.

Betroffene sollen Klarheit erhalten

„Persönlich bedaure ich die Aufhebung des schulischen Brückenangebots sehr“, so CVP-Landrat Stefan Hurschler. „Ich bin mir aber bewusst, dass dieser Entscheid politisch breit abgestützt ist.“ Dennoch seien einige Fragezeichen vorhanden, die der Regierungsrat bislang nicht habe beseitigen können. Am 23.02.2015 beginne die Bewerbungsfrist für die Brückenangebote. „Es ist somit höchste Zeit, für die Schulen, Eltern und Jugendlichen Klarheit zu schaffen“, betont Stefan Hurschler fest. Er will vom Regierungsrat unter anderem wissen:

– Gibt es ab August 2015 ein kombiniertes Angebot für Lernende mit guten schulischen Leistungen (Niveau A)?
– Wie wird die Öffentlichkeit informiert, dass Zuweisungen in ausserkantonale schulische Brückenangebote möglich sind und dass es auch kantonale kombinierte Angebote für Jugendliche mit guten schulischen Leistungen gibt?

Ausserkantonale Angebote

Anscheinend besteht die Absicht, bei Bedarf Jugendliche ausserkantonalen Angeboten zuzuweisen. Dies lässt sich aus der Medienmitteilung vom 18.11.2014 sowie dem Bericht des Regierungsrates zum Massnahmenplan Haushaltsgleichgewicht 2015-2016 heraus-lesen. Ebenso hat sich Bildungsdirektor Res Schmid an der Landratssitzung vom 26.11.2014 dahingehende geäussert. Dazu meint Stefan Hurschler: „Bis heute fehlen Angaben, unter welchen Bedingungen ausserkantonale Zuweisungen möglich sind und wie interessierte Jugendliche vorzugehen haben.“

Droht ein Unterrichtsabbau?
Neben der Aufhebung des schulischen Brückenangebots hat der Regierungsrat weitere Änderungen an der Brückenangebotsverordnung vorgenommen, ohne dies in der Medien-information zu erwähnen. So wurde für das kombinierte Brückenangebot die Bestimmung, dass an zwei Tagen je Woche Unterricht stattfindet, an drei Tagen Praktikumsarbeit durch die schwammige Definition „es findet als Teilzeitunterricht ergänzt mit einem Betriebs-praktikum statt“ ersetzt. Ebenso wird zum integrativen Brückenangebot neu festgehalten, es finde ein Vollzeitunterricht statt (anstelle der Unterricht finde an fünf Tagen je Woche statt). Stefan Hurschler erkundigt in seiner Kleinen Anfrage nach den Gründen für diese Anpassungen. Dies rieche nach einem künftigen Unterrichtsabbau zur Schonung des Staatshaushaltes.

Brückenangebote bringen Mehrwert für alle

„Die Brückenangebote sind für die Jugendliche sowie für das Nidwaldner Gewerbe ein Gewinn“, gibt sich Stefan Hurschler überzeugt. Jugendliche, die am Ende der obligatorischen Schulzeit keine Lehrstelle gefunden hätten, würden ein zusätzliches Jahr erhalten, sich intensiv mit der Berufswahl zu befassen. „Ohne diese Möglichkeit sind sie für nicht durch-dachte Berufsentscheide anfällig. Gerade solche Schnellschüsse führen zu Lehrabbrüchen.“ Mario Röthlisberger, Präsident Junge CVP Nidwalden, ergänzt: „Einzelne Jugendliche benötigen eine Nachqualifikation, um für eine Lehrstelle mit höheren Anforderungen in Mathematik, Deutsch oder Fremdsprachen gerüstet zu sein.“

Für Rückfragen:
Stefan Hurschler
Landrat
Vorstand Junge CVP Nidwalden
+41 79 837 60 18
stefan.hurschler@bluewin.ch

Auskunftsbegehren Stefan Hurschler

Kleine Anfrage Stefan Hurschler

Kategorie: Bildung, Vorstösse | Kommentar schreiben

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