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Zweite Gotthardröhre

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Gegenwärtig ist er ein grosses Diskussionsthema: Der Strassentunnel am Gotthard. Doch anders als die im Stau stehenden Ferienreisenden hat sich der Vorstand der Jungen CVP Nidwalden nicht über die unliebsamen Verkehrsmeldungen sondern über die politische Dimension des Reizwortes „Gotthard“ unterhalten. Die Jungpartei bringt unkonventionelle Ideen ins Spiel und will sich längerfristig mit der weiteren Verkehrsstrategie am Gotthard und die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Kanton Nidwalden beschäftigen.

Die Regierung des Kantons Nidwalden hat sich Mitte April 2013 in einer Stellungnahme zuhanden des Bundesrates gegenüber dem Bau einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard positiv geäussert. Dabei formulierte er der fromme Wunsch, der Ausbau am Gotthard dürfe nicht zu einer zusätzlichen Belastung mit Schwerverkehr in unserem Kanton führen und müsse durch verschiedene Massnahmen begleitet werden. „Angesichts des unerbittlichen Verteilkampfes rund um Bundesgelder für öffentliche Infrastrukturprojekte, mutet es naiv an, sich im Glauben zu wiegen, das Bundesamt für Strassen werde uns Nidwaldner mit zusätzlichen Entlastungsbauten verwöhnen“, kann sich Röthlisberger einen Seitenhieb auf den Regierungsrat nicht verkneifen. Er verweist auf die Interpellation der CVP-Landrätin Marianne Blättler. Die Hergiswilerin stellte dem Regierungsrat im Zusammenhang der Stellungnahme betreffend zweite Tunnelröhre am Gotthard einen umfassenden Fragekatalog zu. Unter anderem verlangt sie zu wissen, wie der Regierungsrat auf die von ihm geforderten Massnahmen Einfluss nehmen kann. Mit Spannung erwarte auch die Junge CVP Nidwalden die Beantwortung der Interpellation. „Für uns steht ausser Frage, dass Nidwalden frühzeitig eine eigene Strategie ausarbeiten muss, um den drohenden Mehrbelastungen für die Bevölkerung entgegenzuwirken.“

Röthlisberger gibt zu, dass der Vorstand der Jungen CVP Nidwalden in der Frage der zweiten Gotthardröhre geteilter Meinung ist. Einig sei man sich jedoch, dass es den Alpenschutzartikel unter allen Umständen zu respektieren gilt. „Insbesondere die schleppende Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene bereitet uns grosse Bauchschmerzen. Will die Schweiz, die selbst gesteckten Verlagerungsziele erreichen, werden wir uns nicht davor drucken können, vermehrte finanzielle Anreize zugunsten der Bahn zu schaffen.“ Hier bringt Röthlisberger die Idee einer Gebühr für das Passieren des Gotthardstrassentunnels ins Spiel. „Über das Portemonnaie lassen sich die Transportkonzepte der Unternehmungen am effizientesten steuern. Zudem könnten sämtliche Benützer des Tunnels einen direkten Beitrag zur Finanzierung dessen leisten.“ So oder so werden Bund und Kantone in absehbarer Zeit mit immensen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. „Wir müssen genau analysieren, ob und wie wir diese Last stemmen können“, so Röthlisberger.

Dem bereits in Gang gesetzten politischen Prozess rund um die zweite Tunnelröhre am Gotthard misst die Jungpartei hohes Gewicht bei. Mehr noch, es handle sich hierbei um einen richtungsweisenden Entscheid in der Schweizer Verkehrspolitik, so die Jungpartei. Und der Präsident liefert sogleich die Begründung für das Engagement seiner Partei: „Unseres Erachtens ist es von zentraler Bedeutung, in dieser Thematik die Stimmen der jungen Generationen in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Denn wir werden die Konsequenzen in mehrfacher Hinsicht zu spüren bekommen: Sei es durch die damit verbundene Verkehrsentwicklung oder die finanziellen Belastungen.“ Deshalb beabsichtigt die Nidwaldner Jungpartei, mit den übrigen kantonalen Sektionen der Jungen CVP eine Klausur einzuberufen, um gemeinsam Forderungen zuhanden der Kantonsregierungen auszuarbeiten. Zur Sprache kommen sollen die Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene sowie der Bau der zweiten Tunnelröhre. „Das Bedürfnis nach mehr bzw. schneller Mobilität und das Trachten nach hoher Wohn- und Lebensqualität stehen im krassen Gegensatz zueinander. Eine befriedigende Lösung bedarf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise ohne jegliche Scheuklappen“, läutet der Jungpolitiker die bevorstehenden politischen Debatten ein.

Für Rückfragen:

Mario Röthlisberger
Präsident Junge CVP Nidwalden

079 692 29 00
mario.roethlisberger@kfnmail.ch

Kategorie: Allgemein, Medienmitteilungen, Verkehr und Tourismus | Kommentar schreiben

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